Samstag, 20. Juni 2009

Strandgedanken

Ja, das stimmt: ich bin nicht nur immer per pedes unterwegs... nein, ab und zu paddle ich auch ganz gerne. Das schont die Knochen und gibt im wahrsten Sinne des Wortes neue Ausblicke.

Spannend finde ich auch die Begegnungen mit den Menschen, wenn ich mit meinem nicht ganz alltäglichen Schiffchen unterwegs bin. Viele wollen mir spontan helfen, das Boot rumzubuxieren, grüssen freundliche, lächeln mir zu usw. Entweder nehme ich die Freundlichkeiten beim Wandern weniger wahr, oder dann ist das "Seevolk" einfach irgendwie lockerer drauf als die "Rotsocken"? Warum nur? Oder hat das damit zu tun, dass es weniger Leute gibt, die dem Wassersport fröhnen und sich so wie eine Art stille Community bildet und man "unter sich" eher bereit, auf den andern zu zugehen? Strandgedanken...

Gepaddelt bin ich heute auf dem Neuenburgersee, von St. Blaise nach Gorgier. Eine wunderschöne, abwechslungsreiche Strecke: entlang den Gestaden von Neuenburg mit vielen spannenden Bauten von metallig-glasig modern bis mittelalterlich, vorbei an Bootswerften, dann das Deltaland der Areuse, Weinberge und viele, viele Wochenendhäuschen. Leider auch immer wieder Schilder, die einem auf Privatgrund aufmerksam machten. Nichts mit einem Picknick im Grünen also. Ich genoss es im Hafen von Cortaillod - aber bevor ich anlanden konnte, musste das Problem "Schwanenfamlie" gelöst werden... Ein Segler, der mit seiner Jolle einbootete, löste für mich das Problem elegant und ohne das Mama oder Papa Schwan agressiv wurden. Frisch gestärkt machte ich noch ein paar Kilometer bis nach Gorgier, wo ich an einem herrlichen Strand ausbooten und mein Kajak reisefertig machen konnte (Faltboot).
Und wenn man da so paddelt, kommen einem auch immer wieder tolle Ideen für zukünftige Abenteuerchen: nächstes Mal wassere ich in Gorgier ein und paddle nach Yverdon und so langsam ganz um den Neuenburgersee herum, welches übrigens der grösste See der Schweiz ist, der ganz im Inland liegt!

Keine Sorge, die Wanderschuhe und Fjällstiefel werden schon nicht Staub ansetzen... ich hatte heute beim Paddeln auch einen guten Blick auf den Jura. Und die eine oder andere Idee ist mir auch bezüglich des Wanderns durch den Kopf gesaust...

Samstag, 23. Mai 2009

Alles hat seine Zeit...

Der erste Sommertag nutze ich heute für eine Wanderung im Napfgebiet/Emmental. Für Touren in den Alpen, auf Höhen über etwa 1800 m.ü.M. ist es noch zu früh, denn es liegt noch sehr viel Schnee, was gut zu beobachten war heute. Ich wandere gerade an so heissen Tagen wie heute lieber in Höhen über 2500 m.ü.M. Aber ja: Alles hat seine Zeit! Und es ist ja auch gar nicht schlecht, wenn man die Wandersaison gemächlich angeht und die Knochen, Muskeln, Sehnen und die Seele langsam wieder an längere Märsche gewöhnt.


Auf dem Weg auf die Lüderenalp habe ich wirklich auch Nahrung für die Seele bekommen; mehrere solcher Ruhebänke standen am Weg entlang und luden mit verschiedenen Sprüchen nicht nur zum Rasten, sondern auch zum Nachdenken ein:



Es steht da: Umgeben von stiller Schönheit und Pracht, ein Ort zur Besinnung und ein Plätzchen zur Rast

Wandern hat seine Zeit, ruhen hat seine Zeit ...

"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde..." Prediger 3.1 ff


Mittwoch, 29. April 2009

17 + 1 topografische Karten

Neben mir liegen 17 Stück norwegische Fjällkarten und 1 schwedische.
Das heisst, ich plane gerade wieder Fjälltouren, was ich am liebsten mache, wenn ich nicht gerade mit Ski, Zelt, Rucksack, Pulka etc. unterwegs bin.
Die eine schwedische Karte deckt das Gebiet ab, wo ich im Sommer als Führerin für eine Zelttour im nördlichsten Ecken Schwedens engagiert bin. Unter anderem soll der Berg Pältsa bestiegen werden. Aber anders als in den Alpen, gibt es nur auf die allerwenigsten Gipfel markierte Pfade. Also studiere ich Höhenkurven, Geländebeschaffenheit, Flussläufe - und werde auch mal im Internet etwas rumstöbern, ob schon jemand oben war. In der Gegend war ich auf jeden Fall schon, aber bisher schaffte ich es nicht, diesen Berg zu besteigen.
Und mit den anderen 17 Karten habe ich natürlich eine längere Tour vor.... Startpunkt ist übrigens derselbe wie für die Sommertour: Kilpisjärvi (Finnland), aber dann geht es schnell mal nach Norwegen, in nordöstlicher Richtung! Und per Ski!

Des Gerechten Weg ist eben, den Steig des Gerechten machst du gerade. Jesaja 26,7

Dienstag, 31. März 2009

Real Turmat!

Ja, wir können nicht klagen: unser Essen ist von höchster kulinarischer Klasse! Und was auf dem Bild zu sehen ist, geniessen wir als antipasti...
Das Wetter heute ist stürmisch, am Morgen begleiteten uns noch Schneeschauer. Morgen geht es Richtung Vålådalen und noch eine Nacht im Zelt.

Montag, 30. März 2009

Sol & vind

'Man kan sola sig en hel dag i en varm tanke.' De ord läste jag i, jo, faktiskt, i utehuset på lunndörrstuga...
Vi fortsättade turen idag genom Lunndörren i mycket blåsigt väder. Vi sover nu i tält och i morgon sätter vi kurs mot Anarisstuga.

Freitag, 27. März 2009

Abwettern...

Sonne, aber 14 m/s Wind (natürlich von der Seite, das Tunnelzelt freut sich...) lassen uns wohl einen Tag im Zelt am Fusse des Miesjhketjahke geniessen.

Donnerstag, 26. März 2009

Nedalshytta

Jetzt geht es zu zweit weiter und mit Zelt! Meine Kollegin und ich haben uns wie geplant getroffen.
Gestern morgen war es -22C, windstill und sonnig.

Dienstag, 24. März 2009

Væktarstua

Ein herrlicher Skitag mit Sonne und flauschigem Tiefschnee. Heute gings von 1060 auf 620 mÜM runter - ich genoss, was ich gestern den Berg hinauf geschwitzt habe. Die Wintermarkierung hier in Norwegen ist ziemlich spartanisch (unlakierte Holzstangen in sehr unregelmässigen Abständen, 12-400m...), was einem ziemlich oft
zur Karte greifen lässt. Generell erachte ich das Winter-Wandern in Norwegen als anspruchsvoller als in Schweden: aufgrund der Topografie ist die Orientierung schwieriger und weil Schneemobilfahren im Fjäll verboten ist und auf dem weitläufigen Wegnetz auch weniger Leute unterwegs sind, ist man wirklich auf sich gestellt - Hochsaison, sprich Ostern - ausgenommen. Aber es ist natürlich genau, was mir gefällt..
Heute gibt es aber statt Hüttenromantik ein warmes Hotelbett (letzte Nacht war es deutlich unter Null in meinem Hüttenzimmer...).
Auch Sightseeing (Kapelle) und Shopping (gutsortierter 'Landhandel') standen auf dem Programm.
Für die Seele wartet nun noch Markus Kap.5 ff - für mich das 'Konzentrat' der Bibel, auch als 'Bergpredigt' bekannt. Spannend!

Montag, 23. März 2009

Kjølihytta


Mein Fjäll-türchen hat gut begonnen, auch die etwas knappe Umsteigezeit am Osloer Flughafen reichte und so stand ich um 8Uhr abmarschbereit auf den Skiern. Das Wetter war gut, zuerst Schnee, dann kam ein starker Nordwind auf.
Die Etappe heute war 20km und +530 Höhenmeter.
Bei der Hütte angekommen kämpfte ich noch mit vereisten Schlösser und Türen und musste den Eingang freigraben! Jetzt geniesse ich die Hütte.

Sonntag, 22. März 2009

Mot nord - auf nach Norden!

'und vertrage einer den andern und vergebet euch untereinander, wenn jemand Klage hat wider den andern; gleich wie der Herr euch vergeben, so auch ihr.' kol 3.13
Das hilft gerade erlebtes zu bewältigen.
~~~
Und für die Zukunft darf ich wissen, ob Fjäll, Job und und und:
Befiehl dem Herrn deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen. Spr. 16.3
:-)