Sonntag, 12. Mai 2013

Die wirklich Starken!




Our greatest glory is not in never falling,
but in rising every time we fall.

Confucius




Mittwoch, 17. April 2013

Tankstelle



Lebenskunst
besteht nicht darin, aus dem Vollen zu schöpfen,
sondern Quellen zu finden.
Thomas Romanus

Samstag, 16. März 2013

... und dann?


Gestern besuchte ich einen Vortrag zum Thema: "Was kommt nach dem Tod?"
Es gibt die Ewigkeit/das Paradies oder eben die Hölle. Dass es das Paradies gibt, ist mir als Christin völlig klar. Und wer glaubt, dass Jesus zur Vergebung seiner Sünden gestorben ist, das ewige Leben hat, auch. Und in der Bibel gibt es auch klare Aussagen dazu, dass es eine Hölle gibt (siehe Offenbarung).
Folgende Statements von Persönlichkeiten und ihren letzten Stunden auf Erden verdeutlichen dies:

Sir Thomas Scott (Präsident des engl. Oberhauses):
"Bis zu diesem Augenblick dachte ich, es gäbe weder Gott noch Hölle. Jetzt weiß und fühle ich, daß es beides gibt, und ich bin dem Verderben ausgeliefert durch das gerechte Urteil des Allmächtigen!"

David Hume (Atheist):
"Ich bin in den Flammen!"
Seine Verzweiflung war schrecklich. 


Voltaire:
Der berühmte Spötter Voltaire hatte ein schreckliches Ende. Seine Krankenschwester sagte: "Für alles Geld der Welt möchte ich keinen Ungläubigen mehr sterben sehen! Er schrie die ganze Nacht um Vergebung! 


Freddie Mercury (Leadsänger der Rockgruppe Queen):
Er fragte in einem seiner letzten Songs (Album The Miracle):
„Weiß irgend jemand wofür wir leben?“
Trotz riesigem Vermögen und den Tausenden Fans, gab er kurz vor seinem Tod in einem Interview zu, dass er entsetzlich einsam war. Er sagte:
"Das Bitterste ist, dass du alles auf der Welt haben kannst und doch der einsamste Mensch bist. Der Erfolg hat mich zum Idol gemacht und mir Millionen Pfund eingebracht, aber er hat mir das eine vorenthalten, was wir alle brauchen: eine dauerhafte, liebevolle Beziehung."

Zum Glück muss das alles nicht sein:
Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich. 
Joh. 14,6

Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf das wir klug werden.
Psalm 90,12

Ich wünsche schon heute: Frohe Ostern!

Wer mehr erfahren möchte: www.gottesbotschaft.de 




 

Ein entspannter Nachmittag...



Wäsche in der Waschmaschine, das Wasser im Wasserkocher lauwarm und dazu einfach nur das Gezwitscher der Vögel! Schön - ein idyllisch ruhiger Nachmittag.
Ein gutes Buch, dazwischen ein paar Nadeln stricken. Aber Kaffee dazu gibt es keinen und auch keine lauschige Musik.
Die Idylle ist etwas unfreiwillig: Stromausfall! Satte 3,5 Stunden lang!

Lustig war, mich immer wieder zu beobachten, wie ich das Radio anstellen wollte oder noch schnell etwas im Compi nachschauen. Nein. Geht nicht! Ich schmunzelte.
Und plötzlich war der Strom wieder da. Die Waschmaschine setzte sich wieder in Gang und waschte das Programm fertig, als wäre nichts geschehen. Einige Elektrogeräte blinkten. Und ich konnte mir endlich eine Tasse Kaffee gönnen.

Ein entspannter Freitagnachmittag. Man sollte sich ab und zu so ein stromfreier Halbtag gönnen!

Mittwoch, 30. Januar 2013

jetzt

Man braucht sehr viel Geduld, um diese zu lernen.

Das habe nicht ich gesagt, sondern Kurt Tucholsky. Aber ich gehöre zu denen, die immer noch daran sind, diese zu lernen.

Es ist merkwürdig. Erst wenn du nicht mehr funktionierst, verstehst du was es heisst, gesund zu sein. Wenn dein Körper schwach ist, wenn der Rücken schmerzt, das Knie einknickt, der Kopf dröhnt, dann weisst du, dass du einen Körper hast. Ich war ja auch immer so dankbar, dass es mir so gut geht, mein Körper einfach funktionierte. Aber die Bedeutung dessen, versteht man wirklich erst, wenn man einige Monate krank ist, eingeschränkt ist. Und man sogar lernt, mit seinen Einschränkungen zu leben, weil sie ab sofort zum normalen Alltag gehören.
Es heisst noch viel mehr: (Über-)Lebensstrategien zu entwickeln, zum Beispiel sich aufzuzählen, was man alles kann. Sich jeden Tag etwas Schönes vornehmen. Sich jeden Tag bewusst über etwas freuen.
Und dann kommt der Tag, wo einfach alles unüberwindbar scheint: Wohin führt die Reise? Welche Einschränkungen muss ich noch erdulden? Nächste Operation? Paint it black...
Und dann kommt der Tag, wo es wieder besser geht. Stop. Nur den Moment geniessen. Nicht an Morgen denken, schon gar nicht an Übermorgen. Einfach jetzt.
Und meine allerbeste Überlebensstrategie: Der Glaube an Jesus Christus.
Jetzt. In diesem Moment. Geht es mir, nach meinen Massstäben, ganz gut...





Sonntag, 23. Dezember 2012

Frohe Weihnachten - God Jul

Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll. Denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.  Lukas 2,10-11

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Johannes 3,16 

Mit dieser Gewissheit und der Freude über die Geburt Jesus wünsche ich allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

God Jul!

Foto: Gunar Streu 




Samstag, 8. Dezember 2012

Yeah, yeah, yeah...!



Endlich! Schnee!
Schon am Morgen früh, als ich unter der Bettdecke hörte wie der Nachbar Schnee räumte, war mir klar, dass ich irgendwie, auf irgendwelche Ski kommen musste heute.
Also, zuerst probiere ich im Keller aus, ob ich überhaupt meine Trekkingski mit meinem arg geschwächten rechten Bein manöverieren konnte. Das funktionierte. Also musste ich noch dafür sorgen, dass bei einem allfälligen Sturz sich mein Knie nicht verdrehen kann, weil sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kniescheibe rausspringen würde. Also kramte ich die Knieschiene hervor, die mein Bein sichern soll. Und dann raus - Jungferntour mit meinen neuen Skitrekking-Stiefeln, welche eigentlich für ein Abenteuer in Alaska angeschafft wurden....






Vierhundert Meter - meine kürzeste Skitour in meinem Leben, aber die Freude war nicht weniger gross, als nach einer ausgedehnten Jura-Tour. Im Gegenteil! Yeah!
... Gehen ist definitiv mühsamer und schmerzhafter. Ob ich am Montag mit den Ski ins Büro gehe?

Mittwoch, 5. Dezember 2012

new colors!

Weitere Wochen sind vergangen ohne dass ich meine geliebten Freizeitaktivitäten draussen in der Natur ausüben konnte. Doch ist das Leben deswegen grau und freudlos? Nein! Statt Weiss für Schnee, Skating und Telemarken, Grün für Fjäll-Ebenen, Bergwiesen und mein Joggingwald, Blau für Kajak-Wasser & blue sky habe ich dank meiner unfreiwilligen Sport-Abstinenz neue Farben kennengelernt:

Rosa für sanfte gymnastische Übungen (Yoga) die mir nach einem Büro-Tag wieder die Muskeln sortieren,
Smaragdgrün für das Hallenbad-Wasser, das mir erlaubt, mich einmal wöchentlich austoben zu können, ohne dass mein Knie Schaden nimmt (Crawl mit Pullboy),
Schwarz für alle Musik(-Noten), die ich neu entdecken durfte, z.B. Hauschka (Silfra), Takénobu (Climactica) und die Violinsonaten von Mozart, letzteres zum selberfideln.

Welche Farben durften in Dein Leben treten?

Webe deine Gedanken zu einem bunten Tuch, das dich erfreut!
Spruch aus Irland

Samstag, 29. September 2012

Fjällferien auf meine Weise

Längere Strecken ohne Krücken zu gehen sind im Moment immer noch ein Ding der Unmöglichkeit. Der Grund der äusserst langsamen Genesung des Knies ist inzwischen bekannt und die nötigen Therapien eingeleitet. Und alles braucht einmal mehr einfach *Geduld* und auch ein Anpassen meiner Lebensgewohnheiten. Ob, wie und wann ich wieder zu Fuss im Fjäll unterwegs sein werde, steht in den Sternen.
So dachte ich mir, dass mir Fjäll-Luft nur guttun wird und buchte einen Flug nach Kiruna und ein Mietauto.  Wie immer hatte ich auch meine Rucksäcke dabei. Gut, dass ich mich schon lange mit Reisen mit leichtem Gepäck beschäftige, so dass meine Knochen nicht unnötiges Gewicht tragen mussten. Beim Umsteigen in Stockholm war mein Gepäck mal wieder nicht da. So wurden zwar meine Nerven etwas angespannt, aber dass ich den Rucksack nicht selber zum Weiterflug tragen musste, war natürlich in meiner Situation willkommen. In Kiruna ist der Rucksack wieder aufgetaucht, kam sogar im selben Flieger wie ich mit.
Und es ging gleich erfreulich weiter: Die Autovermietung bescherte mir ein Upgrade, so dass ich acht Tage lang mit einem VW Golf Variant TDI mit allem Schnickschnack durch die Gegend kutschierte.
Meine erste Station war Abisko, wo ich zwei Nächte blieb. Auf dem Nuolja fielen schon die ersten Schneeflocken, während ich Aquarellbilder malte. Ich genoss den Blick auf Lapporten und den Torneträsk. 
Weiter gings nach Narvik, wo ich in einer Art Jugendherberge übernachtete und das Zimmer mit einer Kanadierin und einer Polin teilte. Wir hatten viel zu erzählen und so verging die Zeit wie im Flug. Am Tag darauf gings nordwärts, vorbei am Dividalnationalpark und nach Skibotn, wo ich mir auf einem Campingplatz eine Hütte mietete. Den Abend verbrachte ich mit einem norwegischen Paar und einem schönen Lagerfeuer - auf alle Fälle rochen meine Kleider danach wie nach einer ausgedehnten Trekkingtour.
Auf dem Weg nach Karesuando hatte ich eitel Sonnenschein, aber steifen Westwind. Die klare Luft mit blauem Himmel, gelbverfärbten Birken und weissgezuckerten Bergen bescherten mir herrliche Fotomotive. In Karesuando beschloss ich, auf der finnischen Seite in einer Lodge zu übernachten. Naja, das war ein bisschen ein durchzogenes Erlebnis mit einem sehr dürftigen Service und einem minimalstischem Frühstück, inklusive Pulverkaffee.
Die Fahrt zurück nach Kiruna brachte mir schon die ersten Minustemperaturen, aber nochmals wunderbares Wetter. Am anderen Morgen entdeckte ich einen Platten am Mietauto. Ich rief bei der Autovermietung an und zwanzig Minuten später stand ein Mitarbeiter der Firma auf dem Parkplatz, pumpte und ich fuhr das Auto noch zur Garage. Eigentlich wollte ich noch nach Jukkasjärvi, dem Ort, wo im Winter das Ice-Hotel steht. Aber daraus wurde nicht und ich kam etwas früher als geplant zum Flughafen. Zum Glück hatte ich mir am Tag zuvor noch ein spannendes Buch gekauft, denn von Shopping oder gemütlichem Käfele ist nix am wirklich sehr übersichtlichen Flughafen von Kiruna...

Ausblick vom Nuolja auf Abisko und Torneträsk

Nuolja vom Tal aus betrachtet

Auf einem "Riksvei" in Norwegen

Vorsicht... Rentiere verhalten sich sehr unberechenbar...

Auf dem Weg nach Karesuando

Keinovuopio

Picknick am Badeplatz von Kuttainen. Mein Mini-Trangia war auch auf dieser "Fjäll-Tour" dabei!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Geduld


Geduld ist *mein* Wort des Jahres. Ich habe es so oft gehört, als Trost, als Aufmunterung, manchmal als eine Art "Entschuldigung", dass es nicht schneller geht... Ich versuche in Geldud zu leben und finde, dass ich es inzwischen schon ganz gut beherrsche. "Doch was bedeutet das Wort überhaupt?" habe ich mich in den letzten Tagen gefragt.

Einen Blick ins "Wikipedia" gibt Auskunft:

Das Wort Geduld (auch altertümlich: Langmut) bezeichnet die Fähigkeit zu warten. Oft gilt Geduld als eine Tugend; ihr Gegenteil ist die Ungeduld.
Als geduldig erweist sich, wer bereit ist, mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben oder diese zeitweilig bewusst zurückzustellen. Diese Fähigkeit ist eng mit der Fähigkeit zur Hoffnung verbunden. Geduldig ist auch, wer Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt.

Schauen wir das doch mal näher an:
...  mit ungestillten Sehnsüchten und unerfüllten Wünschen zu leben... :
Von denen habe ich ganz viele, angefangen mit dem Wunsch, einfach wieder normal Gehen zu können, ohne Schmerzen, ohne Krücken, ohne Humpeln, zum Beispiel zum Bahnhof (1,2 km). 
Ja, und Hoffnung habe ich auch, ganz fest, ganz viel: Dass die Medikamente wie vorgesehen nach 4-6 Wochen nach der Einnahme zu wirken beginnen und die Entzündung im Knie verschwindet. Dann könnte auch der Wunsch vom Gehen schon bald in Erfüllung gehen. Und ich könnte weiter hoffen, dass das Knie von der Entzündung keinen Schaden genommen hat, ich ganz schnell mit dem Aufbautraining beginnen kann und mein Traum vom Wandern und vom Wandern im Fjäll bald in Erfüllung gehen möge (von wegen ungestillten Sehnsüchten und Wünschen...). 
Gelassenheit ... ja, das musste ich zuerst lernen. Glücklicherweise ist es das erste Mal, wo mich eine längere und ungewisse Auszeit von sportlichen und teilweise auch gesellschaftlichen Aktivitäten hinnehmen muss. Es ist eine spezielle Art von Gelassenheit, eine Art von Akzeptanz seiner persönlichen Situation. Es ist auch ein Lernen, sich jeden Tag über etwas zu freuen und aus jedem Tag das Beste zu machen, so wie es die Situation gerade zulässt. Und nicht vergessen: Never ever give up! 

"Dem, der sich mit Geduld wappnet, liegen keine Vorteile zu fern."
Jean de la Bruyère, Die Charaktere